Wir freuen uns über Gastpatienten, die wir gerne

in unserer Dialyseabteilung in Altötting behandeln.

 

Anmeldung über Tel. 08671 6222 oder Fax 08617 6206

 


Über Dialyse und erweiterte Dialyse (HDx)

Dialyse ist die Behandlung von Patienten, deren Nieren ungenügend arbeiten. Die wichtigsten Aufgaben der Nieren sind die Entgiftung und die Entwässerung. Man unterscheidet die Hämodialyse (Blutwäsche) und die Peritonealdialyse (Bauchfelldialyse). In unserer Praxis wird überwiegend die Hämodialyse durchgeführt. Herr Dr. Mayr ist seit 1980 mit der Behandlung von Dialysepatienten vertraut. Wir dürfen Ihnen eine kleine Geschichte dieses erfolgreichen Behandlungskonzeptes hier kurz vorstellen:

 

Am Ende des Artikels zeigen wir Ihnen in einem Kurzfilm die erweiterte Dialyse - HDx-,

welche wir inzwischen schon bei vielen Patienten anwenden können.


Eine kleine Geschichte der Dialyse

Bild: Diese erste künstliche Niere stammt aus dem Jahr 1946.

 

In der ersten Hälfe des 20. Jahrhunderts machten sich Ärzte Gedanken darüber, wie man das Leben der Patienten mit Nierenversagen retten könnte. Der Holländer Willlem Kolff (1911-2009) baute die erste künstliche Niere mit einer Fahrradkette, Wursthüllen und einem gebrauchten Nähmaschinenmotor.

 

 

Die Weiterentwicklung der Kolff'schen Trommelniere gelang Nils Allwall (1904-1986) in Schweden durch einen Plattendialysator mit einer Cuprophan-Membran, der Ende der 60er Jahre weite Verbreitung fand.

Im Jahre 1960 wurde eine entscheidende Verbesserung der Blutzirkulation außerhalb des Körpers von Prof. Belding H. Scribner (1921-2003), Seattle (USA) eingeführt:

Der Scribner-Shunt war eine Verbindung zwischen einer Arterie und einer Vene des Unterarmes mittels eines Kunststoffschlauches. Durch Dekonnektion wird das Blut zum Dialyeapparat geführt, dort gereinigt und wieder zurück in den Körper gepumpt.

Photo: Prof. Belding H. Scribner (in der Mitte mit Kappe), Prof. Charles Mion (ganz rechts), Dr. Hans-Ulrich Mayr (ganz linksmit Schnauzer) im Jahre 1981 in der Universitätsklinik Montpellier.

 

Ein Schüler von Prof. Scribner, Charles Mion aus Montpellier (Frankreich), entdeckete in den 60-er Jahren die Möglichkeit der Behandlung mit Acetat als Lösungsmittel für das Dialysat (dem extrakorporalen "Waschwasser").

 

 

 

Es sollte dann bis in die 70-er Jahre dauern bis die "künstliche Niere" für die allgemeine Bevölkerung in den meisten Krankenhäusern zur Verfügung stand. Dialyse oder Hämodialyse, also Blutwäsche, rettete fortan als "Nierenersatztherapie" das Leben vieler Patienten.

Die nächste Verbesserung für das Leben der Patienten im Endstadium der Nieren brachte die Einführung der Hämofiltration. Dieser alternative Blutreinigungsprozesses führte dann zur Hämodiafiltration, bis dato die effektivste Blutreinigungsform für die Nierenpatienten.

Eine Weiterentwicklung der Dialysemembran durch die Firmen Gambro und Baxter in Hechingen (Baden-Württemberg) stellt der THERANOVA-Dialysator dar, der als "erweiterte Dialyse"- HDx - die Entgiftungsfunktion der menschlichen Niere derzeit am besten ersetzen kann.

 


Die erweiterte Dialyse HDx